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Eyecatcher Wir alle
Seit dem Jahr 2009 gilt in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention. Das Ziel: Eine inklusive Gesellschaft zu schaffen, in der jeder Mensch die gleichen Chancen, Rechte und Möglichkeiten zur Teilhabe hat.
Die Verwirklichung einer inklusiven Gesellschaft ist die zentrale Herausforderung für die kommenden Jahre. Schritt für Schritt sollen bestehende Barrieren beseitigt und die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft verbessert werden.
Seit Anfang Oktober 2015 engagieren sich in Stegen zwei kommunale Inklusionsvermittler (KIV). Unter dem Slogan „Wir alle! Mit uns inklusiv.“ setzt sich Brigitte Schork als zentrale Kontaktperson dafür ein, dass Menschen mit Behinderung besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Sie ist hauptamtlich beim Verein Miteinander Stegen e.V. beschäftigt.

Die Idee, KIV in Gemeinden einzusetzen, entstand in der Akademie Himmelreich in Kirchzarten. Das Modellprojekt „Bürgerbewegung für Inklusion“ wurde von Oktober 2014 bis Juni 2017 durchgeführt. Es wurde vom Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert.
Seit Juli 2017 werden die KIV in den Gemeinden durch den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, begleitet und koordiniert. Die Kommunale Behindertenbeauftragte Anke Dallmann ist Ansprechpartnerin, Beraterin und Unterstützerin der KIV vor Ort. Sie trägt die Belange der Inklusion aus den Gemeinden in die Verwaltung und in die Kommunalpolitik.
In Kooperation mit der Akademie Himmelreich finden regelmäßige Netzwerktreffen und Fortbildungstage für alle KIV im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald statt. Diese werden vom Landkreis finanziert und dienen dazu, Erfahrungsaustausch zu ermöglichen, Synergieeffekte zu nutzen und die Kompetenzen der KIV zu stärken. Denn nur durch das gemeinsame Handeln aller Akteure in Gemeinden und Landkreis kann Inklusion zur Normalität werden!

Auch Menschen mit Behinderung möchten Musik und Sport machen, schwimmen, tanzen, in ein Konzert gehen oder eine Ausbildung absolvieren und einen Beruf ausüben und gleichermaßen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen - noch gibt es viele Hindernisse. Die Barrieren bestehen nicht nur aus Treppen, die für einen Rollstuhlfahrer unpassierbar sind, sondern auch aus vielen „Barrieren in den Köpfen“ wie etwa der Unsicherheit im Umgang oder Vorurteilen gegenüber diesen „anderen“ Menschen.

Mit all diesen Hindernissen haben Menschen mit beispielsweise Sehbeeinträchtigungen oder Blindheit, Gehörlosigkeit bzw. Hörschädigungen, demenziellen oder psychischen Erkrankungen nach wie vor zu kämpfen. Allein in Deutschland liegt der Anteil der Menschen mit Schwerbehinderung bei zehn Prozent, das heißt in Stegen sprechen wir von etwa 440 Menschen.
Die Vermittlung von Inklusion in unserer Kommune bedeutet eine vielfältige Aufgabe: Brigitte Schork ist wichtige Ansprechperson für alle Einwohnerinnen und Einwohner. Sie bringt in den Vereinen, den Unternehmen, den Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen das Thema Inklusion näher und sensibilisiert die Bevölkerung für die Idee der Teilhabe. Gleichzeitig vertritt sie die Interessen von Menschen mit Behinderung.
Brigitte Schork fasst ihre Motivation zusammen:
„Ich möchte Sie alle ermutigen, mich zu unterstützen sowie Ideen und sich selbst einzubringen. Mir liegt sehr am Herzen, dass alle Menschen mitwirken können und sich als Teil der Gemeinschaft fühlen. Eine Behinderung darf kein Hindernis sein“.

Interessierte, die sich engagieren möchten, sind herzlich willkommen und gebeten, Kontakt aufzunehmen.
Brigitte Schork
Leiterin Netzwerkbüro Miteinander Stegen e.V.
Brigitte Schork
Tel. 07661 908206
http://www.miteinander-stegen.de/index.php/inklusion-und-kiv